Wertschätzung
lebt von
Lob

und Deinem Lächeln!

»Gelungene Kritik ist immer auch das Bemühen um einen Dialog. Auf den Kritiker als Scharfrichter können wir verzichten.«
Hendrik Schmidt

»Kritik ist schwer zu ertragen. Besonders wenn sie von einem Freund kommt. Oder einem Verwandten, einem Bekannten oder einem Fremden ...«
Franklin P. Jones

»Wer sich mit der Kunst verheiratet, bekommt die Kritik zur Schwiegermutter.«
Hildegard Knef




Text bei der Weihnachtsfeier von "Betreuen und Pflegen" im Zentralraum:

Unsere sieben Gebote – des Miteinander gehen und miteinander Entscheidungen tragen

Seit wir (Franz, Anita) vor 8 Jahren bei der Caritas begonnen haben, ist es unser Ziel, euch Rückhalt, Kraft und Ermutigung zu geben. Weil wer Würde, Aufmerksamkeit oder „Nächstenliebe“ erfährt, kann sie auch weiter geben. Deshalb liegt uns viel an einem Miteinander gehen und miteinander Entscheidungen tragen, in den unterschiedlichen beruflichen Kompetenzen sowie zwischen der Leitung und den MitarbeiterInnen.

1. Gebot: Gleichwertig und in Augenhöhe miteinander umgehen
Bei uns gibt es verschiedene Tätigkeitsbereiche, unterschiedliche Verantwortung, Anschauungen und Begabungen, aber keine wichtigen und weniger wichtigen MitarbeiterInnen. Alle leisten wir einen unentbehrlichen Beitrag für unsere Kunden. Wir sind aufeinander angewiesen. Darum wollen wir die Eigenart und Zuständigkeit respektieren.

2. Gebot: Die Betroffenen beteiligen und auf eine gegenseitige und erklärende Information achten, dass ist uns wichtig.
Nicht Bescheid wissen verunsichert. Darum haben alle MitarbeiterInnen ein Recht auf ausführliche Information. Bei uns gilt aber auch: Wir warten nicht nur auf Information, wir holen sie uns auch.
Einfach über andere zu bestimmen, ist nicht unser Stil. Wenn wir Änderungen planen, beziehen wir rechtzeitig die mit ein, die davon betroffen sind. Und das heißt bei uns: Wir setzen euch nicht nur vom Vorhaben in Kenntnis. Wir hören euch auch an und nehmen eure Ansichten ernst.
Bei Anweisungen und Anforderungen geben wir einen Hinweis auf Warum und Wozu. Das ist im Interesse des sachgerechten Verständnisses und der zeitgerechten Weiterbearbeitung des Auftrags notwendig. Das war 2013 unter anderen der Sachbezug und die Biografie. Wir konnten feststellen, dass durch die klärenden Informationen, den laufenden Gesprächen und den konstruktiven Rückmeldungen, beides gut umgesetzt und mitgetragen wird.

3. Gebot: Fehler und Konflikte versuchen wir gemeinsam zu lösen und wir bemühen uns um Verbesserungen
Es ist niemand perfekt. Aus Fehlern und Unzulänglichkeiten lernen wir, deshalb zeigen wir sie auf. Konstruktive Kritik ist notwendig, sie soll sich auf die Fehlleistung beziehen und nicht gegen die Person richten.
Wir bemühen uns, Konflikte zuerst unter den Beteiligten zu bewältigen und streben nach einer Lösung, die alle Seiten mittragen können. Wir teilen einander klar und offen mit, was wir uns vorstellen, was uns bewegt und was wir als Ziele verfolgen.
Wir wollen nicht stehen bleiben und sind offen für Veränderung. Darum brauchen wir MitarbeiterInnen, die konstruktiv mitdenken, die Vorschläge und Anregungen einbringen und Initiative entwickeln und dafür ein herzliches Dankeschön

4. Gebot: Einen Vorschuss an Vertrauen wollen wir geben und das Positive sehen
Zu unserem Umgang miteinander gehört Wohlwollen. Wir vertrauen, dass ihr fähig und bereit seid, der Aufgabe gut nachzukommen. Und darum drücken sich Wertschätzung und Anerkennung auch darin aus, Freiraum und Eigenständigkeit zu gewähren und Verantwortung zu übertragen.
Wir registrieren, was bei uns gelingt und wächst. Lob und Anerkennung auszusprechen ist uns wichtig.

5. Gebot: Den Anspruch auf Fortbildungen nehmen wir ernst
Wer eine FB machen möchte, hat eine große Auswahl an fachspezifischen und persönlichkeitsbildenden Seminaren. Wir ermöglichen das nicht nur, sondern wir fördern dabei nach Kräften. Damit tragen wir zu unserer guten Zukunft bei. Wenn es sinnvoll ist, bilden wir uns bereichs- und berufsgruppenübergreifend miteinander fort.

6. Gebot: Wir pflegen die Gemeinschaft und die Solidarität – darauf legen wir großen Wert
Ein gutes Miteinander kommt nicht von allein, und nicht nur über die alltägliche Arbeit. Wir kultivieren das Miteinander. Ein gleichgültig nebeneinander herarbeiten, uns voneinander abgrenzen oder miteinander rivalisieren, beeinträchtigt den Erfolg jedes einzelnen und auch des ganzem Bereiches. Darum interessieren wir uns füreinander und feiern miteinander, nehmen aufeinander Rücksicht und helfen uns in Notsituationen.

7. Gebot: Leitung verstehen wir als Dienst
Wir sehen unsere Leitungsaufgabe darin, MitarbeiterInnen auf zu bauen, zu ermutigen, euch Freiraum zu geben. Wir achten in besonderer Weise auf die Einhaltung der Grundsätze und Vereinbarungen. Und manchmal heißt das auch: Wir setzen Grenzen. Das soll jeden einzelnen und das Team schützen.
Deshalb ist es unsere Dienstleistungsaufgabe, dass Miteinander (gehen und tragen) weiter zu verfolgen und alle MitarbeiterInnen die mitgehen und Entscheidungen mittragen wollen, mit all unserer Kraft zu unterstützen.

Und somit wünschen wir euch und uns heute ein schönes gemeinsames Fest, ein gesegnetes und besinnliches Weihnachten im Kreise der Familie und freuen uns auf ein gemeinsames erfüllendes und erfolgreiches Jahr 2014.

Franz Dorn und Anita Grafeneder (Regionalleiter u. ehem. Pflegeleiterin Zentralraum)